Ganz unten auf der Seite stand die Zeile, die mir das Blut in den Adern gefrieren ließ:
„Ich ernenne meine Schwiegertochter LUCÍA MARTÍN GARCÍA zu meiner Alleinerbin, vorausgesetzt, sie weigert sich nicht, die Anweisungen im vertraulichen Anhang dieses Testaments auszuführen.“
Ich habe nach dem Anbau gesucht.
Es war getippt, mit handschriftlichen Notizen am Rand. Dolores hatte alles dokumentiert, was Javier und Pilar über die Jahre getan hatten: wie sie mit Vollmachten „zu ihrem Wohl“ Geld von ihren Konten abhoben, wie sie sie von alten Freunden isolierten, wie sie in ihrer Gegenwart offen darüber sprachen – in der Annahme, sie verstünde nichts –, dass sie sich wünschten, sie möge „endlich tot umfallen“.
Es gab Daten. Beträge. Kontonummern.
Am unteren Rand, mit kräftigen Strichen von Hand geschrieben:
„Mach es auf deine Weise, aber zeig ihnen keine Gnade. Sie haben nie welche gezeigt.“
Auf dem USB-Stick befand sich ein winziges Etikett: „Aufnahmen“.
Ich stellte mir die Stimmen von Javier und Pilar vor, heimlich aufgenommen.
Eine Krankenschwester trat näher.