Du riechst nach Dreck und Mittelmäßigkeit“

„Ich mache dir ein Angebot“, fuhr Marcus fort und warf einen dicken Umschlag neben das Dekret auf den Tisch. „Fünfzigtausend Dollar. Ein sauberer Schnitt. Du ziehst bis morgen früh aus. Ich habe hier am Donnerstag ein Vogue-Fotoshooting und brauche den Raum frei.“

„Fünfzigtausend?“, flüsterte Elena, der Schock wich einem kalten, hohlen Schmerz in ihrer Brust. „Ich habe den Code für Ihren ersten Algorithmus geschrieben. Drei Jahre lang habe ich die Buchhaltung geführt.“

„Du warst nichts weiter als eine Sekretärin“, höhnte Marcus mit ausdruckslosem Blick. „Unterschreib die Papiere, El. Bring mich nicht dazu, dich vor Gericht zu vernichten. Ich habe Anwälte, die Leute wie dich mit Vergnügen verspeisen. Nimm das Geld, geh zurück in die kleine Hütte deines Vaters in Jersey und pflanz ein paar Tulpen.“

Er ging hinaus und knallte die schwere Eichentür hinter sich zu. Der Knall hallte wie ein Schuss wider.

Elena sank zu Boden, völlig verzweifelt. Er hatte sie nicht einfach nur verlassen – er hatte ihre gemeinsame Geschichte umgeschrieben, ihre Beiträge ausgelöscht und ihr die Menschlichkeit geraubt. Sie wurde wie eine Modeerscheinung weggeworfen.

Sie griff nach ihrem Handy, um ein Taxi zu rufen. Ihre Hände zitterten so stark, dass sie es fallen ließ.

Als sie sich bückte, um es aufzuheben, leuchtete Marcus' weggeworfenes iPad – das er in seiner Arroganz auf dem Sofa liegen gelassen hatte – mit einer Benachrichtigung auf. Es war eine sichere Nachricht vom mysteriösen CEO von Helios Global, dem Unternehmen, das Marcus' Firma gekauft hatte.

Elenas Augen weiteten sich.

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