Und dann sah ich sie.
Lila Parker stand lachend mit zwei Kolleginnen in der Nähe der Aufzüge. Ihre Haare waren perfekt frisiert, ein auffälliges Namensschild hing an ihrem Blazer. Als sich unsere Blicke trafen, erlosch ihr Lächeln – als ahnte sie Gefahr, hatte aber noch nicht gelernt, sie zu fürchten.
Ich blieb direkt vor ihr stehen.
„Lila?“, fragte ich und sprach so laut, dass es die Leute in der Lobby gerade noch hören konnten.
Ihr Gesicht war kreidebleich. „Ja?“
Ich stellte Ethans Koffer zu ihren Füßen und ließ die Griffe los.
„Herzlichen Glückwunsch“, sagte ich. „Er gehört Ihnen.“
Einen Moment lang herrschte Stille in der Lobby – so wie es in Räumen kurz vor dem Ertönen eines Alarms geschieht, wenn alle instinktiv den Atem anhalten.
Lila öffnete den Mund, aber kein Wort kam heraus. Ihr Blick fiel auf das Gepäck, dann hob er sich wieder zu mir. Sie sah aus, als hätte man ihr etwas Lebendiges in die Hand gedrückt und sie wüsste nicht, wo sie es abstellen sollte.
„Ich – ich verstehe das nicht“, flüsterte sie.