„Oh ja“, sagte ich ruhig, fast höflich. Mein Herz hämmerte, aber ich weigerte mich, es mir anmerken zu lassen. „Ethan Lawson. Ihr Chef. Mein Ehemann.“
Hinter uns war die Rezeptionistin mitten in der Bewegung stehen geblieben. Zwei Männer in Anzügen verlangsamten ihre Schritte und taten so, als würden sie nicht starren, während sie es trotzdem taten.
Lila wurde knallrot. „Ich bin nicht – das ist – du machst hier eine Szene.“
„Ich liefere Gepäck aus“, antwortete ich. „Szenen sind optional.“
Sie zuckte leicht zusammen. „Er hat mir gesagt, ihr wärt getrennt.“
Da war es – das Drehbuch. Die Standardlüge, sauber und bequem. Als wäre eine Scheidung ein höflicher, bereits im Gange befindlicher Flur, anstatt eine Mauer, die man einreißt.
Ich beugte mich so weit vor, dass nur sie es hören konnte. „Er trug seinen Ehering zum Abendessen mit dir.“
Ihre Augen weiteten sich, dann verengten sie sich. „Wie kann man …?“
„Ich weiß alles“, sagte ich und richtete mich auf. „Die Kalendereinladungen. Die Nachrichten. Die Sprachnachrichten. Die kleinen Herz-Emojis. Die Stelle, wo er sagt, dass er ständig an dich denken muss, und dann nach Hause kommt und mich fragt, ob ich thailändisch oder italienisch essen möchte.“
Ein Raunen ging durch die Lobby. Jemand flüsterte: „Oh mein Gott“, als ob er einer Aufführung beiwohnte.