Die kalte Luft schnitt mir durch den dünnen Pullover. Ich fing an, gegen die Scheibe zu hämmern. „Mach sie jetzt auf!“
Doch Melissa ging einfach weg.
Der Wind frischte auf. Zuerst wurden meine Finger taub, dann meine Füße. Ich hämmerte gegen die Tür, schrie und weinte nach Ryan, aber drinnen lief Musik und Geschirr klapperte. Die Minuten zogen sich endlos hin. Mein Bauch verkrampfte sich schmerzhaft, und die Angst stieg mir in die Kehle.
Dann überkam mich ein heftiger Krampf im Unterleib, stärker als alles zuvor, und meine Knie gaben fast nach.
Teil 2

Ich weiß nicht, wie lange ich da draußen war. Zehn Minuten? Zwanzig? Vielleicht länger. In der Kälte verlor die Zeit jede Bedeutung. Ich wusste nur, dass meine Hände nicht mehr weh taten, weil ich sie kaum noch spürte, was mir mehr Angst machte als der Schmerz selbst. Mein Atem ging stoßweise und schwach, und jeder Krampf in meinem Bauch fühlte sich schlimmer an als der vorherige.
Ich musste immer wieder an das Baby denken.