Janices Stimme überschlug sich sofort. „Sie hat gar nichts zu fordern! Das ist mein Enkelkind!“
Mir wurde ganz flau im Magen. Derek öffnete den Mund, als wollte er etwas sagen – aber die Worte kamen nicht über seine Lippen, als wäre er darauf konditioniert worden, ihr nicht zu widersprechen.
Im Untersuchungsraum empfand ich das Licht als schmerzhaft hell und mein Körper fühlte sich gespannt an, als ob meine Haut nicht zu mir gehörte. Eine Krankenschwester legte mir die Blutdruckmanschette erneut um den Arm.
„Ihr Blutdruck ist hoch“, sagte sie sanft. „Wir brauchen hier Ruhe.“
„Ich versuche es ja“, flüsterte ich beschämt. „Sie gibt mir das Gefühl, den Verstand zu verlieren.“
Die Stimme der Krankenschwester wurde sanfter. „Sie verlieren nicht den Verstand. Sie haben Wehen.“
Durch die dünne Wand hallte Janices Stimme noch immer den Flur entlang, laut genug, um mir die Nerven zu strapazieren.
„Sie war schon immer manipulativ!“, rief Janice. „Derek, sie versucht, mich loszuwerden!“
Dereks Stimme war wieder da, schwach und angestrengt. „Mama, bitte –“
Janice unterbrach ihn sofort. „Hör auf, mir zu gefallen. Du weißt, dass ich Recht habe. Du hast doch gesehen, wie sie weint, um ihren Willen zu bekommen.“