Mein Sohn kam ungewöhnlich still nach Hause

Die Doppeltür öffnete sich.

Leo trat hinaus.

Michael spürte es sofort.

Sein zehnjähriger Sohn war sonst ein Wirbelwind – er rannte, plauderte und lachte schon, bevor er überhaupt das Auto erreichte. Doch heute Abend bewegte er sich vorsichtig, als müsse er jeden Schritt wohlüberlegt abwägen.

„Hey, Kumpel“, rief Michael und bemühte sich um eine ruhige Stimme. „Alles okay?“

Leo lächelte.

Es war so ein Lächeln, als könnte es jeden Moment zerbrechen.

„Ja. Nur etwas wund.“

„Wovon hast du Schmerzen?“

Eine Pause.

"Sport."

Leo hasste Sport.

Michael öffnete die Autotür.

Leo setzte sich nicht. Er ließ sich langsam hinab und stützte sich mit den Armen gegen den Sitz, als wollte er die Schwerkraft überlisten.

„Ich bleibe so sitzen“, murmelte er.

Michaels Kiefer verkrampfte sich.


DAS ABENDESSEN, BEI DEM ER NICHT SITZEN WOLLTE

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