Ich habe mich nicht verändert.
Ich klopfte den Staub von meiner Jeans, zog den dunkelblauen Mantel an, über den meine Mutter mich einst verspottet hatte, weil er „zu ambitioniert für jemanden ohne Zukunft“ sei, schnappte mir meinen Koffer und öffnete das Garagentor.
Morgensonne strömte herein.
Und da stand er, wie eine in schwarzen Stahl gehüllte Bedrohung, in der Einfahrt: ein langer, gepanzerter Geländewagen, so perfekt poliert, dass er unwirklich wirkte. Neben der Hecktür stand ein Mann in einem anthrazitfarbenen Anzug mit einem Tablet in der Hand.
„Frau Brooks?“, fragte er.
"Ja."
„Guten Morgen. Ich bin Carl. Herr Carter hat mich geschickt, um Sie zu Ihrer neuen Unterkunft zu bringen.“
Die Haustür flog auf.
Alyssa betrat als Erste die Veranda, eine Tasse Kräutertee in der Hand, und blieb abrupt stehen, als sie das Fahrzeug sah, das Ryans Wagen blockierte.
„Maddie, was ist das?“
Ryan kam hinter ihr her, dann meine Mutter, dann mein Vater, alle drei blinzelten ins Sonnenlicht, als wären sie in den falschen Film geraten.
Carl wandte sich ihnen mit ruhiger, vernichtender Professionalität zu.
„Ich bin im Auftrag von Herrn Arthur Carter hier, um Frau Brooks ab sofort zu ihrer Dienstwohnung zu begleiten.“
Alyssas Gesichtsausdruck erstarrte. „Carter? Wie Carter Holdings?“
„Ja, Ma'am.“
Das Geschirrtuch meiner Mutter zitterte in ihren Händen. „Madeline … wovon redet er?“
Ich sah sie an und empfand nichts als Stille.
„Guten Morgen, Mama“, sagte ich. „Entschuldige den Lärm. Ich habe versucht, Ryan beim Frühstück nicht zu stören.“
Mein Vater starrte mich an. „Hast du irgendeine Art von Assistenzjob bekommen?“