Meine Schwester hat mich nach dem Tod unseres Vaters aus dem Haus geworfen

Die nächsten Tage lebten wir zwar unter einem Dach, aber es gab keine Verbindung zwischen uns. Ich ging zur Schule. Ich arbeitete im Café. Ich kehrte nach Hause zurück in die trostlose Stille eines Hauses, das sich nicht mehr wie ein Zuhause anfühlte.

Doch dann, eines Abends, änderte sich alles. Ich kam nach Hause und fand meine Sachen gepackt vor der Tür. Meine Gitarre, meine Kleidung, meine Bücher – alles war in Koffer gestopft. Charlotte stand mit verschränkten Armen und einem unheimlichen Lächeln im Gesicht im Flur.

„Das ist es“, sagte sie mit gespielter Fröhlichkeit in der Stimme. „Unsere Wege trennen sich hier, Dawn. Du musst gehen.“

Ich blinzelte langsam, als wollte ich aus einem Albtraum erwachen. „Was?“, fragte ich mit kaum hörbarer Stimme.

„Du hast mich schon verstanden“, sagte sie und deutete auf die Taschen. „Dieses Haus gehört jetzt mir. Der Anwalt hat es gesagt. Ich kümmere mich nicht mehr um dich.“

Ich konnte kaum atmen. Es fühlte sich an, als wäre mir der Boden unter den Füßen weggerissen worden und ich fiel schwerelos ins Nichts. „Charlotte“, flüsterte ich mit zitternder Stimme. „Ich habe nirgendwo sonst hinzugehen.“

Ihr Lächeln wurde breiter. „Und das ist nicht mein Problem. Finde selbst eine Lösung, kleine Schwester.“

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