Nachdem er mir ein Zimmer in einer nahegelegenen Pension organisiert hatte, ging ich noch am selben Abend dorthin, um das Geschehene zu verarbeiten. Am nächsten Morgen traf ich ihn in seinem Büro – erschöpft und immer noch unter Schock.
Er begrüßte mich mit einem wissenden Lächeln. „Setz dich, Dawn. Das solltest du dir anhören.“
Ich sank in den Stuhl, mir schwirrte der Kopf. „Was ist los?“
Er schob eine Mappe über den Tisch. „Ihr Vater war ein sehr weiser Mann“, sagte er mit ruhiger Stimme. „Er wusste, dass Charlotte Sie rauswerfen würde, sobald sie die Kontrolle über das Haus erlangt hätte.“
Mein Herz setzte einen Schlag aus. „Er wusste es?“
Matthew nickte mit ernster Miene. „Vor sieben Jahren erbte dein Vater von einem entfernten Verwandten, der keine Kinder hatte, eine Summe von fast zwei Millionen Dollar. Er hat es vor euch beiden geheim gehalten, aber jetzt ist es wichtig.“
Ich schnappte nach Luft. „Zwei Millionen?“
„Ja. Er hat das Geld zwischen Ihnen und Charlotte aufgeteilt, aber unter einer Bedingung: Charlotte muss das Haus zu gleichen Teilen mit Ihnen teilen.“
„Was?“, flüsterte ich, meine Gedanken rasten. „Bekommt sie auch einen Anteil?“