Bevor wir das alles verarbeiten konnten, rief mich das Bestattungsinstitut an. Meine Mutter hatte bereits Anweisungen für die Einäscherung meines Großvaters hinterlassen und darum gebeten, mir anschließend einen Umschlag mit persönlichen Gegenständen auszuhändigen. Als wir dorthin fuhren, fanden wir nicht nur die Einäscherungspapiere, sondern auch ein Päckchen mit einer gefälschten Vollmacht, maschinengeschriebenen Anweisungen, die Original-Grundbuchauszüge zur sofortigen Liquidation zum Grundbuchamt zu bringen, einer Kopie meines Führerscheins und Übungsblättern meiner Unterschrift. Alles war da. Mein Vater hatte nicht nur geplant, durch Betrug zu erben. Er hatte eine ganze Version von mir erschaffen, die er als Verkleidung benutzen konnte, falls das Grundbuchamt einen saubereren Namen brauchte. Er hatte meine Dokumente jahrelang gesammelt.
Dann rief meine Mutter an und sagte mit der Stimme einer Frau, die nur kurz verlassen worden war und Angst bekommen hatte, dass Marcus zum Yachthafen in Warrenton fahre, um etwas aus einem alten Lagerschuppen zu holen, bevor er sich mit einem Anwalt namens Henry Voss treffen würde. Wie sich herausstellte, war dieser Anwalt derselbe Nachlassverwalter, der einst die Papiere meiner Großmutter bearbeitet hatte. Mein Großvater sah entsetzt aus, als er den Namen hörte. Das war nicht mehr nur Diebstahl. Es war der Versuch, die Geschichte umzuschreiben, bevor sie offiziell registriert wurde.
Und mein Name war bereits Teil der Lüge.