Er trat näher und musterte mich von oben bis unten. Hinter ihm, oben auf der Treppe, konnte ich die Silhouette seines Fahrers neben einem schwarzen Geländewagen mit getönten Scheiben erkennen.
„Steig ins Auto“, sagte er mit zitternder Stimme. „Man hat mir gesagt, du seist verschwunden. Dass du das Land verlassen hast. Dass…“ Er presste die Zähne zusammen, „…dass du tot bist.“
Ich stieß ein schrilles Lachen aus.
„Für viele Menschen bin ich das.“
Einige Sekunden lang war nur das Rauschen des Flusses zu hören. In seinen Augen sah ich etwas Unerwartetes: Schuldgefühle.
„Ich sollte nicht hier sein“, murmelte ich. „Javier… Lucía… sie wollen nichts über mich hören.“
Die Namen meines Ex-Mannes und meiner ehemaligen besten Freundin hingen schwer in der Luft.
Ernesto schüttelte den Kopf.
„Javier bestimmt nicht mein Leben. Und Lucía …“ Er schloss kurz die Augen, als wolle er etwas verbergen. „Die Dinge haben sich geändert, María.“