Zwei Jahre nachdem mein Mann sich von mir scheiden ließ und meine beste Freundin heiratete

„Steig ins Auto“, wiederholte er. „Ich bin nicht hier, um dich aus Mitleid zu retten. Ich bin hier, weil ich deine Hilfe brauche.“

Ich sah ihn misstrauisch an.

„Meine Hilfe? Ich habe nichts. Ich bin niemand.“

Er beugte sich näher zu ihm und senkte die Stimme.

„Genau. Denn für sie bist du tot. Weil du nicht zählst. Weil dich niemand verdächtigen wird.“

Mir lief ein kalter Schauer über den Nacken.

„Wessen sollst du mich verdächtigen?“, fragte ich.

Ernesto hielt meinem Blick stand, seine Augen dunkel und müde.

„María“, sagte er mit einer Kälte, die ich noch nie zuvor von ihm gehört hatte, „ich brauche deine Hilfe, um meinen eigenen Sohn zu vernichten.“

Ich saß auf dem Rücksitz des Geländewagens und presste meinen Rucksack an meine Brust, als wäre er ein Schutzschild. Der Innenraum roch nach neuem Leder und dem dezenten, teuren Parfüm, das Ernesto stets umgab. Durchs Fenster sah ich, wie die Brücke in der Ferne verschwand, ihre schmutzige Silhouette immer kleiner wurde, während wir auf die erleuchtete Stadt zufuhren.

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