Eine Mutter ertrank und wurde zur Beerdigung nach Hause gebracht,

DNA-Tests bestätigten: Es gab keine Übereinstimmung.

Die Frau, die sie im Namen von Mariana begraben hatten, war eine Fremde.

Als die Nachricht bekannt wurde, leitete die Polizei eine Suchaktion ein.

Am fünften Tag fanden sie sie: Mariana. Am Leben. Schwach. Zitternd. Aber sie atmete.

Sie war in einer verlassenen Hütte gefangen, einen Kilometer flussabwärts von der Stelle, wo man die falsche Leiche gefunden hatte. Verwirrt, verletzt, verlassen … aber am Leben.

Es handele sich um eine Verwechslung, sagten sie.

Oder vielleicht etwas Düstereres.

Mariana konnte sich kaum an etwas erinnern: verschwommene Erinnerungen an Gehorsam, daran, gestoßen zu werden, dann Dunkelheit, bis sie schließlich kalt, gefesselt und allein aufwachte.

Sie erinnerte sich an das Beten… und träumte von ihrem Sohn, der neben dem Sarg weinte… ihrem eigenen Sarg.

„Woher wusstest du das?“, fragten Reporter Jim, der von Kameras und Lobeshymnen umringt war.

Der Junge zuckte mit den Schultern und umarmte sein Spielzeug:

„Meine Mutter hat es mir gesagt“, sagte er schlicht. „Sie sagte, ich müsse mutig sein und sie aufhalten.“

EPILOG

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