Ich habe meine Schwester allein großgezogen.

Richard amüsierte sich aber inzwischen. „Ich meine damit nur, dass es bei Hochzeiten auch um das Zusammenführen von Familien geht, und manche Verwandten sind besser geeignet, stillschweigend zu unterstützen, anstatt sich so darzustellen, als hätten sie das Ereignis selbst ins Leben gerufen.“

Das war an mich gerichtet.

Bei der älteren Schwester im maßgeschneiderten Kostüm. Bei der Frau, die die Hälfte der Catering-Anzahlung geleistet hatte, nachdem der Florist das Budget überschritten hatte. Bei der Person, die er nur drei Stunden zuvor gefragt hatte, ob ich „vom Veranstaltungspersonal“ gehöre, weil ich beim Wegräumen der Tischdekoration aus dem Mittelgang half.

Ich stand da.

Das Mikrofon gab ein leises Quietschen von sich, als sich sein Griff verstärkte.

Ich blickte quer durch den Raum und sagte deutlich: „Wissen Sie überhaupt, wer ich bin?“

Sein Gesicht war kreidebleich.

Denn in diesem Moment verstand er zwei Dinge gleichzeitig.

Zunächst einmal setzte ich mich nicht wieder hin.

Zweitens hatte er gerade die falsche Person beleidigt, und zwar in einem Raum, in dem es nun jedem klar war.

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