Derek wollte widersprechen. „Aber sie ist doch …“
Schwester Thompson hob beschwichtigend die Hand. „Der Patient entscheidet. Und ich möchte eines ganz klarstellen: Der Wartebereich wird überwacht. Störendes Verhalten wird dokumentiert.“
Derek blinzelte verwirrt. „Dokument?“
„Ja“, antwortete sie mit fester Stimme. „Es gab eine Meldung über verbale Belästigung, die zur Panik eines Patienten beigetragen hat. Sollte die Situation eskalieren, kann der Sicherheitsdienst den Besucher entfernen.“
Derek schluckte schwer. Ich sah, wie sich etwas in seinen Augen veränderte – vielleicht Angst –, aber keine Angst vor mir.
Angst vor den Konsequenzen.
Als ob er endlich begriffen hätte, dass das Verhalten seiner Mutter nicht mehr nur „Familiendrama“ war. Es war etwas, das das Krankenhaus dokumentieren, ablegen und woraufhin es reagieren konnte.
Ein paar Minuten später erschien Janice wieder in der Tür und zwang sich zu einem gequälten Lächeln.
„Mia“, sagte sie mit süßlicher Stimme, die vor Rührung triefte, „ich möchte dich einfach nur unterstützen.“
Schwester Thompson rührte sich nicht vom Fleck. „Madam, Sie müssen einen Schritt zurücktreten.“