Die Kameras haben alles aufgezeichnet.
Ihr Verhalten veränderte sich subtil – sie wurde aufmerksamer, wachsamer.
Dreimal täglich brachte sie mir Tabletten.
Dreimal täglich habe ich mitgespielt.
Es war die längste Woche meines Lebens.
Doch dann, eines Nachts, eskalierte die Situation.
Um 2 Uhr morgens stand sie auf.
Ich hörte zu, als sie die Treppe hinunterging.
Mithilfe versteckter Mikrofone hörte die Polizei alles mit.
„Es ist fast fertig“, flüsterte sie.
„Wie schwach ist er?“, fragte der Arzt.
„Er kann kaum noch stehen“, sagte sie.
Dann:
„Ich verdopple die Dosis.“
Und schließlich:
„Am Montag werde ich Witwe sein.“
Sie lachte.
Dasselbe Lachen, das Sophie beschrieben hatte.
Das war alles, was die Polizei brauchte.
Im Morgengrauen kamen sie.
Margaret öffnete verwirrt die Tür.
Dann sah sie mich – stehend, lebendig.
Ihr Gesichtsausdruck veränderte sich augenblicklich.
Schock.