„Mit acht Koffern?“, fragte der jüngere Beamte emotionslos.
Schweigen.
Marjories Stimme wurde giftig.
„Weißt du eigentlich, was du bist, Avery? Eine Goldgräberin. Du hast nur wegen des Geldes geheiratet.“
Es traf eine alte Wunde – die Wunde, die man jungen Witwen so gerne zudrückt wie einen Daumen auf einen blauen Fleck.
Aber Bradley hat mir etwas hinterlassen, das mehr als nur Beleidigungen bedeutet.
„Nein“, sagte ich. „Ich habe aus Liebe geheiratet. Und er hat das aus Angst vor dir unterschrieben.“
Marjorie trat vor.
Der junge Polizist trat zwischen uns.
„Madam, halten Sie Abstand.“
Marjories Atem ging stoßweise. Dann zischte sie den Satz, der alles erklärte:
„Er war mein Sohn. Er gehörte mir.“
Die Stimme des Beamten wurde eiskalt.
„Niemand gehört irgendjemandem.“
Ich schluckte den Kloß in meinem Hals hinunter.