Doch diesmal hatte sich etwas verändert.
„Du hast mich doch schon rausgeschmissen“, sagte ich leise.
„Das war nur Wut! Übertreib nicht!“
Ich sah mich in meiner Wohnung um.
Sonnenlicht strömte durch die hohen Fenster. Die Luft roch noch nach frischer Farbe und neuen Möbeln.
Es fühlte sich an wie Freiheit.
„Du hast mir gesagt, ich solle mich nie wieder blicken lassen.“
„Michael, bitte“, sagte sie mit sanfter Stimme. „Wir sind Familie.“
Ich dachte an die Treppe.
Der Stoß.
Die Worte „billige Wohnung“.
„Wo ist Emily?“, fragte ich.
„Sie ist da“, sagte meine Mutter schnell. „Sie weint. Vielleicht kann sie jetzt nicht mehr studieren.“
Natürlich weinte sie.
Aber nicht ein einziges Mal hatte mich jemand gefragt, wie ich mich fühlte.
Nicht ein einziges Mal hatten sie mir gratuliert.
„Mama“, sagte ich langsam, „hattest du jemals vor, mir von den Schulden zu erzählen?“
Schweigen.