Du riechst nach Dreck und Mittelmäßigkeit“

Im Sitzungssaal herrschte absolute Stille – jene Stille, die einer nuklearen Explosion vorausgeht. Marcus blickte abwechselnd Arthur und Elena an, sein Verstand rang damit, die Realität vor ihm zu begreifen.

„Du?“, flüsterte Marcus, und die Farbe wich aus seinem Gesicht. „Du … du hast den Rasen gemäht.“

„Ich kümmere mich um die Dinge, die mir wichtig sind“, korrigierte Arthur scharf. „Ich fördere das Wachstum. Und ich entferne invasive Arten.“

Er hielt inne.

„Wie du.“

Arthur warf eine Feile auf den polierten Mahagonitisch. Sie glitt über die Oberfläche und blieb direkt vor Marcus liegen.

Es lag nicht am Fusionsvertrag.

„Was ist das?“, stotterte Marcus.

„Das“, sagte Elena und stand auf, „ist die Prüfung.“

Sie drückte einen Knopf auf der Fernbedienung, die sie in ihrer Handfläche versteckt hielt. Die riesigen Präsentationsbildschirme hinter Marcus – die eigentlich die rasant steigenden Aktienkursprognosen anzeigen sollten – flackerten und wechselten die Bilder.

Statt Diagrammen zeigten sie E-Mails.

Von: Marcus Sterling
An: Jessica Vane
Betreff: Korrektur der Bücher für das zweite Quartal

Text:
„Die Nutzerzahlen werden um 40 % erhöht. Der Idiot von Helios wird nicht so weit gehen. Wir schnappen uns das Geld und hauen ab, bevor der Algorithmus zusammenbricht.“

Die Vorstandsmitglieder schnappten nach Luft.

Jessica, die in der Nähe des Fensters stand, wurde blass und versuchte langsam, sich zur Tür zu bewegen.

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