Ein alleinerziehender schwarzer Vater schlief auf Sitz 8A… bis der Kapitän einen Kampfpiloten anforderte.

„Dann stehen wir nicht schlechter da als jetzt“, erwiderte Marcus. „Aber es wird funktionieren. Ich habe das schon mal gemacht. In einer F-16. Und in Simulatoren für andere Flugzeuge. Das Prinzip ist dasselbe. Vertraue deinem Training. Vertraue deinen Händen.“

Ryan holte tief Luft.

Draußen vor den Cockpitfenstern herrschte nichts als Dunkelheit – kein Horizont, keine visuelle Orientierungshilfe. Nur der Atlantische Ozean, 11.300 Meter tiefer.

Marcus führte ihn Schritt für Schritt, seine Stimme leise und ruhig.

„Autopilot deaktivieren. Hydraulikdruck prüfen. Standby-Flugsteuerungsmodul aktivieren. Warnleuchten prüfen.“

Ryan zögerte beim letzten Schalter.

Marcus legte ihm fest die Hand auf die Schulter. „Du schaffst das. Flieg einfach das Flugzeug.“

Ryan legte den Schalter um.

Einen Moment lang geschah nichts.

Dann versagte der Steuerknüppel – er reagierte gar nicht mehr. Das Flugzeug bebte heftig, und Marcus spürte, wie ihm das Herz in die Hose rutschte, als sie in einem Augenblick dreißig Meter an Höhe verloren.

Dann wurde das Standby-System aktiviert.

Das Joch versteifte sich. Die Kontrolle kehrte zurück.

Ryan zog den Hebel vorsichtig zurück. Die Flugzeugnase hob sich. Das Flugzeug stabilisierte sich.

„Es funktioniert“, hauchte Ryan. „Oh mein Gott – es funktioniert.“

Marcus gönnte sich einen kurzen Moment der Erleichterung. Dann wandte er sich wieder den Instrumenten zu.

„Wir müssen umgeleitet werden. Welcher ist der nächstgelegene geeignete Flughafen?“

Ryan überprüfte das Navigationsdisplay. „Keflavík, Island. Ungefähr zwei Stunden bei aktueller Geschwindigkeit.“

Marcus sah ihm in die Augen. „Schaffen wir es?“

Ryan zögerte. „Ich weiß es nicht. Das Standby-System ist nicht für Langstreckenflüge ausgelegt. Und wir wissen nicht, was sonst noch ausfallen könnte.“

Marcus nickte einmal. „Dann fahren wir nach Keflavík.“

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