Ein alleinerziehender schwarzer Vater schlief auf Sitz 8A… bis der Kapitän einen Kampfpiloten anforderte.

Er hatte schon vor langer Zeit gelernt, dass die Meinungen von Männern wie Carter Whitfield keine Rolle spielten. Das Einzige, was zählte, waren das Flugzeug, die Passagiere und die heilige Pflicht, sie sicher zu Boden zu bringen.

Doch tief in seinem Inneren verhärtete sich etwas.

„Ryan“, sagte Marcus leise. „Wir haben ein neues Problem.“

Ryan blickte auf. „Was?“

„Der Hydraulikdruck sinkt. Langsam, aber stetig. Irgendwo im System geht Flüssigkeit verloren.“

Ryan überprüfte das Display. „Die Reservebehälter sollten noch mindestens drei Stunden reichen.“

„Im Normalbetrieb“, sagte Marcus. „Aber das Standby-System ist weniger effizient. Es beansprucht die Hydraulik stärker.“

Marcus rechnete im Kopf nach. „Bei diesem Tempo fallen wir in etwa neunzig Minuten unter den Mindestdruck. Vielleicht auch früher.“

Ryan schluckte. „Das reicht nicht, um Keflavík zu erreichen.“

„Nein“, sagte Marcus. „Das ist es nicht.“

In der Kabine geleitete Jennifer Carter schließlich zurück zu seinem Platz. Dr. Monroe stand mit geballten Fäusten im Gang, seine Wut tief in sich verschlossen.

Die Gegensprechanlage knackte.

Ryans Stimme war zu hören, ruhig, aber angespannt. Der Flug würde zum internationalen Flughafen Kelvik in Island umgeleitet. Die Landung wurde in etwa einer Stunde erwartet. Die Passagiere wurden angewiesen, angeschnallt sitzen zu bleiben. Die Situation sei unter Kontrolle.

Dr. Monroe hörte das Zittern in seinen Worten. Das bewusste Verschweigen.

Die Situation war nicht unter Kontrolle.

Im Cockpit traf Marcus eine Entscheidung.

„Ryan“, sagte er. „Ich muss das Steuer übernehmen.“

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