Ein alleinerziehender schwarzer Vater schlief auf Sitz 8A… bis der Kapitän einen Kampfpiloten anforderte.

Sie nickte, als ob sie innerlich etwas bestätigen wollte. „Ich glaube dir.“

Etwas hatte sich in der Kabine verändert. Nicht alle – aber genug.

Jennifer nahm den Hörer der Bordsprechanlage und rief im Cockpit an. Die Antwort kam sofort.

„Bringt ihn her. Sofort.“

Ein Mann trat in den Gang und versperrte Marcus den Weg. Groß. Schlank. Kurzgeschorenes graues Haar. Die Ausstrahlung eines Mannes, der jahrzehntelang militärischer Disziplin unterworfen war.

Er sagte, er lasse niemanden ohne Überprüfung in die Nähe des Cockpits. Er sagte, er sei bei der Marine – seit 22 Jahren. Er wisse, wie echter Militärdienst aussehe. Und er wisse, wie Hochstapler aussehen.

Marcus erwiderte seinen Blick, ohne zu blinzeln.

„Dann teste mich.“

Der Mann musterte ihn lange. Dann fragte er nach dem Vorgehen bei der manuellen Umschaltung im Falle eines Flugsteuerungsausfalls.

Marcus antwortete sofort.

„Das hängt vom Flugzeugtyp ab. In einer F-16 aktiviert man das Standby-Flugsteuerungssystem über das FLCS-Panel und überprüft Hydraulikdruck und Steuerknüppelreaktion vor dem Manöver. Bei einem kommerziellen Fly-by-Wire-Flugzeug wie der 787 ist das System anders – das Prinzip aber dasselbe. Man umgeht die primären Computer und steuert die Route über ein vereinfachtes Backup-System mit reduzierter Berechtigung.“

Der Mann fragte nach der minimalen sicheren Fluggeschwindigkeit für einen kontrollierten Flug in einer 787 mit eingeschränkten Systemen.

„Bei sauberer Konfiguration liegt die angezeigte Geschwindigkeit bei etwa 200 Knoten“, sagte Marcus. „Wenn die Flugcomputer jedoch manipuliert sind, sind die Geschwindigkeitsdaten unzuverlässig. Dann fliegt man stattdessen nach Nickwinkel, Fluglage und Schubkraft.“

Der Gesichtsausdruck des Veteranen veränderte sich. Er fragte, was G-LOC sei – und wie man sich davon erholt habe.

„G-bedingte Bewusstlosigkeit“, antwortete Marcus. „Häufig bei Hochleistungsflugzeugen während aggressiver Flugmanöver. Die Erholung hängt von der Flughöhe ab. In der Höhe werden die Kräfte reduziert, und die Durchblutung des Gehirns kann wiederhergestellt werden. Wenn nicht …“

Er hielt inne.

„Du bist tot. Aber das ist hier irrelevant. Das ist ein Passagierflugzeug, kein Kampfjet.“

Der Mann schwieg einen Moment lang. Dann trat er beiseite.

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