Janice ging nicht leise. Sie riss die Arme hoch, rief lautstark allen im Flur zu, ich würde sie „entfremden“, und versuchte sogar, an Schwester Thompson vorbeizudrängen. Innerhalb weniger Minuten war der Sicherheitsdienst da. Sie gingen nicht grob mit ihr um – das war auch nicht nötig. Sie standen einfach ruhig da und wiederholten dieselben Worte, bis es nicht mehr anders ging.
„Madam, Sie müssen gehen.“
Janices Augen brannten, als sie an ihnen vorbei zu Derek blickte. „Du wählst sie statt deiner eigenen Mutter?“
Dereks Lippen zitterten. „Ich entscheide mich für meine Frau und mein Baby“, sagte er, als ob die Worte selbst schmerzten. „Weil du ihr weh tust.“
Janice schnaubte verächtlich, doch die Selbstsicherheit in ihrer Stimme begann zu bröckeln. Sie wandte mir ihren finsteren Blick zu. „Das ist noch nicht vorbei.“
Als sich die Türen endlich hinter ihr schlossen, veränderte sich die Atmosphäre im Raum – sie wurde leichter, ruhiger, sicherer. Mir war gar nicht bewusst gewesen, wie angespannt mein Körper gewesen war, bis meine Muskeln vor Erleichterung zu zittern begannen.
Stunden später, nach langen Wehen, brachte ich ein gesundes Mädchen zur Welt. Ihr erster Schrei berührte mich zutiefst. Ich schluchzte an Dereks Schulter, während er unsere Tochter anstarrte, als hätte er sein ganzes Leben auf genau diesen Moment gewartet.
„Sie ist perfekt“, flüsterte er.
Einen kurzen Moment lang dachte ich, wir könnten vielleicht endlich aus Janices Schatten treten.