Verschwinde von hier, du elendes Dreckskerl!“,

„Hier“, sagte er und warf es wie einen Knochen auf den Asphalt. „Zehntausend Dollar. Unterschreiben Sie die Verzichtserklärung. Verlassen Sie das Anwesen. Verschwinden Sie.“

Lucia starrte auf den Umschlag, während der Wind an seinen Ecken rüttelte.

„Ich will Ihr Geld nicht“, sagte sie mit zitternder, aber fester Stimme, während sie den Griff ihres Koffers ergriff. „Ich brauchte nur Zeit. Ich bin allein.“

„Das ist Ihr Problem“, fuhr Richard ihn an. „Sie haben bis zum Schließen der Tore Zeit, mein Grundstück zu verlassen.“

Lucia ging zur Bushaltestelle, ohne sich auch nur einmal umzudrehen.

Doch auf halbem Weg die Straße entlang glitt ihre Hand in ihre alte Jacke – in die Innentasche, wo ein versiegelter Brief an ihr Herz drückte.

Edward hatte es ihr Wochen vor seinem Tod geschenkt.

Und er hatte etwas gesagt, was so seltsam war, dass sie es damals abgetan hatte:

„Öffne das nur, wenn ich eines Tages nicht mehr da bin… und du dich in die Enge getrieben fühlst.“

Im Bus hielt Lucia den Brief wie eine versteckte Klinge in der Hand.

Die Monroes dachten, sie hätten sie bis auf die Knochen entblößt.

Sie wussten nicht, dass sie das eine Ding bei sich trug, das ihr gesamtes Imperium zum Einsturz bringen könnte.

Teil 2 – Der Anruf, der die Regeln veränderte

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