„Verschwinde von hier, du elendes Dreckskerl!“, rief die Schwiegermutter und warf sie nach der Beerdigung mit einem alten Koffer auf die Straße, ohne zu ahnen, welches Geheimnis ihr Sohn in ihrer Tasche versteckt hatte…
„Verschwinde von hier, du elendes Dreckskerl!“, rief die Schwiegermutter und warf sie nach der Beerdigung mit einem alten Koffer auf die Straße, ohne zu ahnen, welches Geheimnis ihr Sohn in ihrer Tasche versteckt hatte…
Teil 1 – Mit einem Koffer rausgeworfen
Die Tür knallte so heftig zu, dass die Buntglas-Seitenfenster klirrten, und Lucia Vega fand sich auf einem kalten Bürgersteig wieder, mit einem abgenutzten Koffer zu ihren Füßen.
Darin befand sich ihr ganzes Leben: geflickte Jeans, ein paar T-Shirts und das einzige gerahmte Foto, das sie noch von Dr. Edward Monroe besaß – dem Ehemann, den sie vor drei Monaten begraben hatte .
„Komm nicht wieder, du Abschaum!“, schrie Margaret Monroe vom Balkon des steinernen Herrenhauses, während ihre Finger über eine Perlenkette strichen, die mehr wert war, als Lucia je verdient hatte. „Mein Sohn ist nicht mehr da, um dich zu beschützen. Du gehörst hier nicht hin!“
Lucia drehte sich nicht um. Sie weigerte sich, ihnen die Genugtuung zu geben, sie zerbrechen zu sehen, obwohl sie spürte, wie sie innerlich zerbrach.
Drei Jahre lang hatte sie in diesem Haus gelebt, als Edwards Ehefrau und als der geduldete Fehler der Familie Monroe – die Tochter der Haushälterin , der Makel einer tadellosen Blutlinie. Sie hatten sich nur deshalb so verhalten, weil Edward unmissverständlich klargemacht hatte: Niemand durfte sie berühren. Niemand durfte sie demütigen.
Doch Edward war verschwunden – ein „Autounfall“ auf einer Bergstraße – und die Wölfe hatten auf den Tag gewartet, an dem sein Schutz wegfiel.
Dann kam Richard Monroe , Edwards älterer Bruder und der Mann, der das Familienvermögen kontrollierte, mit einem gelben Umschlag und einem Lächeln, das seine Augen nicht erreichte, die Auffahrt herunter.