Zwei Wachen packten Isabella an den Armen. „Max, ich bin schwanger!“, schrie sie, doch ihre Stimme ging im Gemurmel und der Musik unter, die Max lauter drehen ließ.
Sie wurde zur Haustür gezerrt und auf das kalte Kopfsteinpflaster der Auffahrt geworfen. Als sie die hoch aufragende Fassade der Villa erblickte und Camilla mit ihrer Halskette vom Balkon winkte, hörte Isabella auf zu weinen. Max hatte einen fatalen Fehler begangen. Er hatte geglaubt, ihm gehöre die Welt, doch er hatte ein kleines Detail in den Details seines Lebens vergessen: Die Villa gehörte ihm nicht. Nicht einmal der Stuhl, auf dem er saß, gehörte ihm.
Max hatte gerade denjenigen, der sein dunkelstes Geheimnis beschützte, auf die Straße geworfen. Während er seinen „Sieg“ feiert, erhält der wahre Besitzer des Anwesens einen Anruf. Was wird Isabellas mysteriöser Vater tun, wenn er erfährt, dass sein säumiger Mieter seine schwangere Tochter vor der ganzen Stadt gedemütigt hat?
Teil 2: Die Vertreibung des Papierkönigs
Isabella verbrachte die Nacht in einem Frauenhaus, aus Angst, Max würde ihre Bankkonten sperren lassen – was er am nächsten Morgen auch tat. Doch sie war nicht allein. Ihr erster Anruf ging nicht an einen Anwalt, sondern an ihren Vater, Arthur Rossini. Nach außen hin war Arthur ein zurückgezogen lebender Rentner auf dem Land. In der Immobilienbranche war er „Der Geist“, ein Tycoon, dem über anonyme Treuhandgesellschaften die Hälfte der Geschäftsgebäude der Stadt gehörte – darunter auch die Villa, in der Max wohnte.
Geblendet von Narzissmus glaubte Max stets, das Haus sei ein Familienerbe, das Isabella in die Ehe eingebracht hatte, ihm aber rechtmäßig durch „Ersitzung“ oder eheliche Rechte gehöre. Er las nie den Mietvertrag, den Arthur ihn jedes Jahr unter dem Vorwand „Steuerformalitäten“ unterschreiben ließ. Die Realität war brutal: Max zahlte 15.000 Dollar Miete im Monat und war sechs Monate im Rückstand.