Mir gehört dieses Haus, mein Sohn, und du hast gerade gegen die Moralvorstellungen verstoßen.

Vom Krankenbett aus verfolgte Isabella mit an, wie Max’ Lügenimperium in Echtzeit zusammenbrach. Rosas Aufnahme gelangte an die Presse. Darin war deutlich zu hören, wie Max zu Camilla sagte: „Ich werde sie öffentlich demütigen, damit sie instabil wirkt; so wird ihr niemand glauben, wenn die Firma pleitegeht. Sie ist der perfekte Sündenbock.“ Die öffentliche Meinung kippte schlagartig. Max wurde vom „zu Unrecht beschuldigten Tycoon“ zum „Monster der Gala“.

Von den FBIs in die Enge getrieben und obdachlos, unternahm Max einen letzten verzweifelten Versuch. Sein Anwalt kontaktierte Isabella und bot ihr einen Deal an: Er würde einer kampflosen Scheidung zustimmen und zwei Millionen Dollar zahlen (die er zwar nicht besaß, aber zu beschaffen versprach), im Gegenzug würde sie die Betrugsanzeige fallen lassen und eine gemeinsame Erklärung zur „einvernehmlichen Versöhnung“ abgeben, um seinen Ruf zu retten.

Isabella, die sich inzwischen erholt hatte und deren Schwangerschaft außer Gefahr war, traf ihn im Konferenzraum des Bundesgefängnisses, in dem Max wegen Fluchtgefahr inhaftiert war. Daniel Reeves, ein brillanter junger Anwalt, den Arthur engagiert hatte (und zu dem Isabella eine zunehmende Verbindung spürte), saß neben ihr.

Max sah abgekämpft aus, ganz anders als der arrogante König von vor einem Monat. „Bella, bitte“, flehte er. „Denk an das Baby. Du willst doch nicht, dass sein Vater ein Verbrecher ist. Nimm den Deal an.“

Isabella sah ihn mit einer Ruhe an, die ihn erschreckte. „Mein Sohn wird wissen, wer sein Vater ist, Max. Er wird wissen, dass er ein Mann war, der die Gier über die Familie stellte. Ich will nicht dein nicht existierendes Geld. Ich will die ganze Wahrheit.“

Die endgültige Einigung war für Max verheerend. Isabella forderte die vollständige Herausgabe seines restlichen Vermögens, eine öffentliche Entschuldigung im Fernsehen und eine lebenslange einstweilige Verfügung. Max unterschrieb unter Tränen – nicht aus Reue, sondern über den Verlust seiner Macht.

Monate später wurde Max wegen Betrugs und Veruntreuung zu drei Jahren Haft in einem Bundesgefängnis verurteilt. Camilla Vane wurde als Serienbetrügerin entlarvt, die drei weitere Geschäftsleute auf dieselbe Weise betrogen hatte und aus dem Land geflohen war, um einer Anklage zu entgehen.

Fünf Jahre später.

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