Ich ging zu einem neuen Frauenarzt und erwartete eine Routineuntersuchung

Trotzdem saß ich am darauffolgenden Montag mit dem blauen Ordner auf dem Schoß auf einer Polizeiwache und erzählte einem Beamten meine Geschichte, der sich Notizen machte, ohne viel aufzusehen.

Dann folgten die Stellungnahmen, Gutachten und Briefe des medizinischen Gremiums, verfasst in einer kühlen, sorgfältig neutralen Sprache.

Monate später wurde der Fall teilweise abgewiesen.

Sie sagten, es gäbe „nicht genügend Beweise für eine vorsätzliche Fälschung“ der Unterschrift. Niemand wollte mit Sicherheit sagen, dass keine Einwilligung vorlag.

Diego erhielt von der Ärztekammer eine milde ethische Sanktion – eine vorübergehende Suspendierung von der Berufsausübung, die in Wirklichkeit nur bedeutete, dass er einige Monate in einer anderen Provinz unter dem Namen eines Kollegen arbeiten musste.

Die Klinik blieb geöffnet.

Die Patienten gingen weiterhin ein und aus.

Ich bin nach Madrid gezogen.

Ich wechselte die Anwaltskanzlei, die Wohnung, sogar mein Lieblingscafé. Der Scheidungsprozess war lang und qualvoll, wie eine Krankheit, die zwar nachlässt, aber nie ganz verschwindet.

Eines Tages ging ich die Fuencarralstraße entlang und kam an einem jungen Paar vorbei, das einen Kinderwagen schob. Das Baby schlief und bekam von den Geräuschen um sich herum nichts mit.

Ich verspürte einen stechenden Schmerz in der Brust.

Aber es waren nicht nur Schmerzen.

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