Einen Moment lang rührte sich niemand.
Ethan stand da in seinem Dinosaurier-Schlafanzug, eine Socke halb von der Ferse gerutscht, und wartete, als wüsste er, dass es wichtig war. Megan griff nach der Zeitung, aber Mama zog sie zurück und las sie leise vor sich hin.
Es war kein gewöhnliches ärztliches Attest. Es war auf onkologischem Briefpapier gedruckt, von meiner Arzthelferin unterschrieben und bestätigte, dass ich mich in aktiver Chemotherapie befand, keine zusätzliche finanzielle Belastung tragen konnte und mir mein Behandlungsteam geraten hatte, während der Therapie keine neuen rechtlichen oder finanziellen Verpflichtungen einzugehen. Am Ende hatte ich handschriftlich einen letzten Satz hinzugefügt:
Wenn du das hier liest, bedeutet es, dass ich zu krank oder zu müde zum Diskutieren war. Die Antwort ist nein.
Megans Gesichtsausdruck verhärtete sich augenblicklich. „Wow.“
„Wow?“, wiederholte ich.
Sie stand auf. „Du hast dein Kind dazu gezwungen? Das ist unglaublich manipulativ.“
Ich schob die Decke von meinem Schoß, obwohl sich der Raum neigte, als ich mich zu schnell bewegte. „Du bist in mein Haus gekommen und hast eine Frau in Chemotherapie gebeten, ihre Kreditwürdigkeit für ein Auto zu riskieren, das du nicht brauchst.“
„Ich brauche unbedingt ein Auto.“
„Du brauchst dieses Auto“, erwiderte ich. „Einen brandneuen SUV mit Sitzheizung.“
Mama faltete das Papier so scharf, dass ich dachte, es würde reißen. „Claire, niemand will dir wehtun. Familien helfen einander.“